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Tools und Tipps rund um das Thema Schutzimpfung

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Glossar

A

Antikörper

Antikörper dienen dem Immunsystem zur Erkennung und Zerstörung von körperfremdem Material wie z.B. Krankheitserregern. Es sind von unserem Immunsystem gebildete Proteine, die gezielt bestimmte Strukturen (Antigene wie z.B. Hämagglutinin oder Neuraminidase) auf der Oberfläche von körperfremdem Material erkennen und sich mit ihnen verbinden. Antikörper und Antigen passen wie „Schlüssel und Schloss“ zusammen.

Antigene

Ein Antigen ist eine körperfremde Substanz (z.B. ein Bestandteil eines Krankheitserregers), die das Immunsystem aktiviert. Wird ein Antigen erkannt, so leitet das Immunsystem Abwehrmaßnahmen ein. Beim Influenza-Virus sind diese Antigene hauptsächlich die virusspezifischen Eiweiße Hämagglutinin und Neuraminidase, die auf der Virusoberfläche lokalisiert sind.

E

Epidemie

Von einer Epidemie spricht man, wenn eine Erkrankung örtlich und zeitlich stark gehäuft auftritt. Oftmals handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die z.B. durch Viren oder Bakterien ausgelöst ist. Alle paar Jahre tritt z.B. in Deutschland eine Grippe-Epidemie auf, bei der sich bis zu 10% der Bevölkerung mit dem Influenza-Virus infizieren.

Erbsubstanz, virale

Träger der viralen Erbinformationen in Viren. Da Viren über keinen eigenen Stoffwechsel verfügen, können sie sich nur in Wirtszellen vermehren. Dazu schleusen die Viren ihre Erbsubstanz in die Wirtszelle ein, die daraufhin neue Viren bildet. Dabei wird ein Duplikat der viralen Erbsubstanz gebildet, das dann mit einer Hülle versehen wird.

F

Formaldehyd

Formaldehyd ist eine vielfältig einsetzbare Chemikalie, die früher als Desinfektionsmittel verwendet wurde. Auch heute noch wird sie als Konservierungsmittel beispielsweise in Kosmetika eingesetzt. Bei der Impfstoffherstellung wird Formaldehyd zur Inaktivierung der Virenstämme benötigt und dient nicht in erster Linie als Konservierungsmittel. Es gibt auch Impfstoffe, bei deren Produktion auf Formaldehyd verzichtet werden kann und die Virenstämme anders inaktiviert werden.

G

Grippaler Infekt

Ein grippaler Effekt bzw. eine Erkältung wird wie die Grippe durch Viren ausgelöst. Allerdings handelt es sich dabei um völlig andere Viren. Die Symptome wie Fieber, Husten, Halskratzen oder eine verstopfte Nase ähneln denen einer Grippe, sind aber wesentlich schwächer ausgeprägt. In der Regel verläuft ein grippaler Effekt harmlos und dauert selten länger als eine Woche.

Grippe-Epidemie

Eine Grippe-Epidemie tritt alle paar Jahre auf. Dabei können bis zu 10% der Bevölkerung mit dem Influenza-Virus infiziert werden. Ursache für eine Grippe-Epidemie ist z.B. das Auftreten veränderter Grippe-Viren, die dann auf Personen treffen, die noch keine spezifischen Antikörper gegen die neuen Grippeviren gebildet haben. Wurden die neuen Grippenviren rechtzeitig entdeckt und ein Impfstoff dagegen entwickelt, können geimpfte Personen die Infektionskette unterbrechen und so die weitere Ausbreitung verhindern.

Grippe-Schutzimpfung

Die Grippe-Schutzimpfung zählt zu der aktiven Immunisierung, d.h. der geimpfte Organismus stellt die für die Abwehr benötigten Antikörper selbst her. Bei der Impfung werden bestimmte Oberflächenstrukturen des Influenza-Virus in den Körper eingebracht, die das Immunsystem anregen, passende Antikörper gegen die im Impfstoff enthaltenen Virus-Typen zu bilden. Diese Antikörper bleiben im Blut und bilden eine Art Gedächtnis des Immunsystems. Kommt der Körper mit den betreffenden Grippe-Viren in Kontakt, so können sie schnell abgewehrt werden, weil sich das Immunsystem an sie erinnert. Da in einer Grippe-Saison verschiedene Grippe-Viren auftreten, besteht ein Grippe-Impfstoff aus mehreren Virusstämmen, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jeweils für die Saison empfohlen werden. Damit sind geimpfte Personen mit sehr hoher Zuverlässigkeit gegen eine Grippe geschützt.

Grippe-Viren

Grippe- oder Influenza-Viren sind die Verursacher der echten Virus-Grippe. Sie lassen sich in drei Typen (A, B, C) unterteilen. Insbesondere die Influenza A- und Influenza B-Viren spielen bei der Grippe-Erkrankung eine besondere Rolle. Das Influenza A-Virus ist der häufigste Erreger von Epidemien und Pandemien. Von Influenza A-Viren gibt es mehrere Subtypen. Diese werden nach der Kombinationen der Eiweiße auf der Virusoberfläche bezeichnet, dem Hämagglutinin (H) und der Neuraminidase (N), z.B. H1N1. Derzeit sind 16 Hämagglutinin- und 9 Neuraminidase-Typen bekannt. Das Influenza B-Virus tritt vor allem bei Kindern und Jugendlichen auf. Der Verlauf der Erkrankung ist im Allgemeinen milder. Bei Influenza B-Viren gibt es nur einen Subtyp. Die Auswirkungen einer Infektion mit Influenza C-Viren sind meist harmlos.

H

Hämagglutinin (H)

Hämagglutinin ist ein spezifisches Oberflächeneiweiß des Grippe-Virus. Mit Hilfe von Hämagglutinin heftet sich das Grippe-Virus an die Oberfläche von Schleimhautzellen der Atemwege an und kann anschließend in die Zelle eindringen.

I

Immunsystem

Das Immunsystem ist eines der komplexesten Systeme des menschlichen Körpers. Seine Aufgabe ist der Schutz des Organismus vor körperfremdem Material wie z.B. Krankheitserregern. Meist arbeitet das Immunsystem außerordentlich effektiv und wehrt die meisten Krankheitserreger ab. Nur wenn besonders aggressive Erreger wie z.B. Grippe-Viren in den Körper eindringen oder wenn das Immunsystem geschwächt ist, kommt es zu einer Erkrankung. Das Immunsystem gliedert sich in eine spezifische und eine unspezifische Abwehr. Das unspezifische Abwehrsystem reagiert schnell, richtet sich sehr allgemein gegen die Krankheiterreger und ist daher nicht sehr effektiv. Das spezifische Abwehrsystem braucht etwas länger, richtet sich dann aber ganz gezielt gegen die bestimmten Erreger und ist daher sehr wirksam. Das spezifische Abwehrsystem hat außerdem eine Art Gedächtnis und „merkt“ sich Erreger, mit denen es bereits zu tun hatte. Viele Impfungen basieren auf diesem Prinzip.

Impfung

Die Impfung ist eine vorbeugende Maßnahme gegen Infektionskrankheiten. Es wird zwischen einer aktiven und einer passiven Impfung unterschieden. Bei einer aktiven Impfung – auch Vakzination genannt – wird der Impfstoff (Vakzine) in Form abgeschwächter, abgetöteter oder fragmentierter Krankheitserreger oder deren Toxine (Gifte) in den Körper eingebracht. Das körpereigene Immunsystem wird dadurch zur Bildung spezifischer Antikörper angeregt. Das Resultat ist eine langfristige Immunität. Bei einer passiven Impfung werden spezifische Antikörper (Immunglobuline), die von anderen Individuen gebildet wurden, in den Körper gebracht, um akute Krankheiten oder Infektionsgefahren abzuwehren. Im Gegensatz zu einer aktiven Impfung führt eine passive Impfung meist nicht zu einer längerfristigen Immunität.

Infektion

Von einer Infektion spricht man, wenn Krankheitserreger (z.B. Parasiten, Bakterien, Viren oder Pilze) in den Körper eindringen und sich dort vermehren. Je nachdem, wie aggressiv die Erreger sind und wie die stark die Abwehr des Infizierten ist, kann es nach der Infektion zu verschiedenen Ausprägungen von Infektionskrankheiten kommen. Beispielsweise kann eine Infektion mit Grippe-Viren zu schweren Verläufen einer Grippe (Influenza) führen.

Influenza

Die Influenza bzw. Grippe ist eine durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit, die mit ernstzunehmenden Komplikationen einhergehen kann. Die Symptome einer Grippe sind ähnlich wie bei einer Erkältung. Typisch für eine Grippe sind jedoch der plötzliche Krankheitsbeginn und die schnelle Verschlimmerung der Symptome wie z.B. Fieber, Gelenk- und Muskelschmerzen, heftige Kopfschmerzen, Schüttelfrost, ein allgemeines Krankheitsgefühl und Appetitlosigkeit.

K

Krankheitserreger

Krankheitserreger sind Stoffe oder Organismen wie z.B. Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten, die in anderen Organismen, z.B. bei uns Menschen, gesundheitsschädigende Prozesse in Gang setzen und Infektionskrankheiten hervorrufen können.

L

Lebendimpfstoffe

Ein Lebendimpfstoff enthält lebende, d.h. vermehrungsfähige, aber in der Wirkung abgeschwächte Krankheitserreger. Bei der Grippe-Schutzimpfung handelt es sich nicht um einen Lebendimpfstoff, sondern um einen Totimpfstoff, d.h. die im Impfstoff enthaltenen Viren oder Virenbestandteile wurden so behandelt, dass sie nicht mehr vermehrungsfähig sind.

M

Mutieren (Mutation)

Eine Mutation ist eine dauerhafte Veränderung des Erbguts, die an die Nachkommen weitergegeben wird. Bei Viren entstehen solche Mutationen zum Beispiel durch „Fehler“ bei ihrer Vermehrung, also bei der Erstellung von Duplikaten ihrer ursprünglichen Erbsubstanz. Mutationen sind die Basis der Evolution. Sie können entweder mit einer besseren oder schlechteren Vermehrungs- und/oder Überlebensfähigkeit einhergehen. Bei der Vermehrung von Grippe-Viren treten relativ häufig Mutationen auf, so dass sich die Grippe-Viren ständig verändern. Das kann den veränderten Grippe-Viren einen Vorteil verschaffen, weil sie selbst dann nicht vom Immunsystem erkannt werden, wenn der infizierte Organismus bereits mit anderen Grippe-Viren in Kontakt kam. Zum Schutz gegen Grippe ist daher eine jährliche Grippe-Schutzimpfung notwendig, die an die veränderten und aktuell zirkulierenden Grippe-Viren angepasst ist.

N

Neuraminidase

Neuraminidase ist ein spezifisches Oberflächeneiweiß des Grippe-Virus. Seine Aufgabe ist es, die Bindung zwischen den neu gebildeten Influenza-Viren und der Zelloberfläche der Wirtszelle zu lösen und die Influenza-Viren freizusetzen. Auf diese Weise werden die neuen Viren aus der Wirtszelle befreit und können weitere Zellen infizieren.

O

Oberflächeneiweiße, virale

Oberflächeneiweiße ragen wie Stacheln aus der Virushülle heraus. Sie erfüllen verschiedene Aufgaben für das Virus. Dem Immunsystem dienen sie dazu, fremde von körpereigenen Zellen zu unterscheiden. Oberflächeneiweiße sind zum Beispiel bevorzugte Andockstellen für Antikörper. Zu den spezifischen Oerflächeneiweiße des Grippe-Virus gehören das Hämagglutinin und die Neuraminidase.

P

Pandemie

Eine Pandemie ist eine Infektionskrankheit, die sich länder- und kontinentübergreifend ausbreitet. Im Gegensatz zur Epidemie ist die Pandemie örtlich nicht begrenzt. Ein Beispiel für eine Pandemie ist die Spanische Grippe die zwischen 1918 und 1920 weltweit 500 Millionen Menschen infizierte und zu 25 bis 50 Millionen Toten führte.

Produktionsrückstände

Produktionsrückstände sind Rückstände von Stoffen, die aus dem Produktionsprozess in kleinen Mengen bzw. Spuren im fertigen Impfstoff enthalten sein können. Beispiele hierfür sind Antibiotika, Formaldehyd oder Cetrimoniumbromid.

R

Rezeptoren

Rezeptoren sind Andockstellen für bestimmte Strukturen oder Stoffe (Liganden) und passen zu diesen wie ein Schloss zu einem Schlüssel. Sie befinden sich entweder auf der Zelloberfläche oder in den Zellen. Bindet ein Rezeptor an seinen Liganden, so wird eine Reaktion ausgelöst. Viele Viren missbrauchen Rezeptoren auf der Oberfläche ihrer Wirtszellen, indem sie deren Liganden imitieren. Haben sie an die Rezeptoren angedockt, so werden sie in die Zelle eingeschleust und bringen diese anschließend dazu, neue Viren herzustellen. Die Wirtszelle wird dabei meistens zerstört.

Ribonukleinsäure (RNS)

Es gibt zwei Formen von Nukleinsäuren: Die Desoxyribonukleinsäure (DNS) und die Ribonukleinsäure (RNS). Die Nukleinsäuren enthalten in verschlüsselter Form diejenigen Informationen, die zum Aufbau der Proteine und damit auch des ganzen Organismus benötigt werden. Bei allen höheren Lebewesen, z.B. uns Menschen, ist die genetische Information in der DNS festgeschrieben. Diese Informationen werden abschnittsweise in RNS umkopiert. Die RNS wird dann für die Produktion von Proteinen verwendet. Bei RNA-Viren, z.B. Grippe-Viren, ist die Ribonukleinsäure Träger der Erbinformation.

Robert-Koch-Institut (RKI)

Das Robert Koch-Institut in Berlin ist eine zentrale Überwachungs- und Forschungseinrichtung der BRD, die direkt dem Bundesministerium für Gesundheit unterstellt ist. Das RKI wird unter anderem tätig bei der Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von übertragbaren Krankheiten.

Rückstände

(siehe Produktionsrückstände)

S

Schweinegrippe

Die Schweinegrippe ist im Jahr 2009 von der WHO als Pandemie eingestuft worden. Die Schweinegrippe ist seit langem als Krankheit bekannt, die von Schwein auf Schwein oder von Schwein auf Mensch übertragbar war. Das Neue im Jahr 2009 war, dass das Schweinegrippe-Virus nun auch von Mensch zu Mensch übertragen wurde. Das Schweinegrippe-Virus war also offenbar mutiert, und niemand konnte vorhersagen, wie gefährlich es durch diese Mutation wurde bzw. wie es sich in Zukunft verhalten würde. Dies war der Grund, weshalb die WHO vorsichtshalber die höchste Alarmstufe ausrief.

Spezifisches Abwehrsystem

Es wird zwischen unspezifischer und spezifischer Abwehr unterschieden. Das unspezifische Abwehrsystem reagiert auf alle Eindringlinge und versucht sie unschädlich zu machen. Sind viele Erreger im Körper und vermehren sie sich rasch, so kann es allerdings vorkommen, dass das unspezifische Abwehrsystem überfordert ist. Für diesen Fall hat der Körper eine zweite Verteidigungslinie, nämlich die spezifische Abwehr. Diese basiert auf Antikörpern, die exakt zu dem jeweiligen Erreger passen. Beim ersten Kontakt mit einem Erreger dauert es eine Weile, bis diese Antikörper in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Das Immunsystem besitzt allerdings eine Gedächtnisfunktion, die bei einer erneuten Infektion mit dem gleichen Erreger für eine sofortige Abwehrreaktion sorgt.

STIKO (Ständige Impfkommission)

Die ständige Impfkommission (STIKO) besteht aus Ärzten und Wissenschaftlern, die vom Bundesminister für Gesundheit berufen werden. Sie treffen sich zweimal jährlich, um sich mit den gesundheitspolitisch wichtigen Fragen zu Schutzimpfungen und Infektionskrankheiten in Forschung und Praxis zu beschäftigen und entsprechende Richtlinien herauszugeben. Ihren Sitz hat die STIKO am Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin. Von der STIKO empfohlene Impfungen müssen nach einer Bestätigung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) von den Krankenkassen bezahlt werden.

T

Totimpfstoff

Ein Totimpfstoff enthält abgetötete, nicht mehr vermehrungsfähige Krankheitserreger oder sogar nur noch Bruchstücke dieser. Die Grippe-Schutzimpfung zählt zu den Totimpfstoffen.

Tröpfchen-Infektion

Bei einer Tröpfchen-Infektion werden die Krankheitserreger z.B. beim Niesen, Sprechen und Husten weitergegeben. Wenn die Erreger auf die Schleimhäute anderer Personen treffen und sich vermehren, spricht man von einer Infektion.

Trivalent

„Trivalent“ im Zusammenhang mit einem Grippe-Impfstoff bedeutet, dass der Impfstoff drei Virusstämme enthält. Durch die Kombination der Virusstämme kann ein hoher Schutz vor einer Infektion gewährleistet werden.

U

Unspezifisches Abwehrsystem

(siehe spezifisches Abwehrsystem)

V

Viren (Einzahl: das Virus)

Viren sind kleine nichtzelluläre Partikel, die alles enthalten, was nötig ist, um sich in Zellen von Lebewesen zu vermehren. Derzeit herrscht keine Einigkeit darüber, ob sie zu den Lebewesen zu zählen sind. Sie werden daher oft als Sonderform des Lebens angesehen, die nicht die Kriterien für Lebewesen erfüllen. Viren besitzen nämlich keinen eigenen Stoffwechsel und sind so nicht in der Lage, sich ohne die Wirtszellen anderer Lebewesen selbstständig zu vermehren. Bei der Vermehrung von Viren werden die Wirtszellen häufig geschädigt. Viele Viren treten daher als Krankheitserreger in Erscheinung. Viren sind viel kleiner als die meisten Bakterien. Anders als bakterielle Infektionen lassen sich virale Infektionen nicht mit Antibiotika behandeln. Gegen manche Viruserkrankungen wie Lippenherpes, AIDS oder Grippe wurden in neuerer Zeit allerdings so genannte Virostatika entwickelt. Gegen viele Viruserkrankungen beim Menschen, z.B. der Grippe, gibt es außerdem Schutzimpfungen.

Vogelgrippe

Die Vogelgrippe ist eine hoch ansteckende Tierseuche. Seit 2006 ist sie der Pandemie-Warnstufe 3 zugeordnet. Die Warnstufe 3 ist so definiert, dass die Viren in seltenen Einzelfällen auch von Mensch zu Mensch übertragen werden können. Das Risiko für Menschen, sich an der Vogelgrippe zu infizieren, wird als äußerst gering eingestuft. Es besteht allerdings die Gefahr, dass das Vogelgrippe-Virus mit einem menschlichen Grippevirus Gensequenzen austauscht und dadurch gefährlicher für den Menschen wird. Voraussetzung ist, dass eine Wirtszelle gleichzeitig mit dem Vogelgrippevirus und dem menschlichen Grippe-Virus infiziert wird.

W

Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Die Weltgesundheitsorganisation ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf (Schweiz). Das Ziel ist es, die Gesundheit der Menschen auf der ganzen Welt zu verbessern. Die Hauptaufgabe ist die Bekämpfung von Erkrankungen, besonders der Infektionskrankheiten. Zur Überwachung der Influenza-Viren unterhält die WHO ein weltweites Beobachtungsnetz, sodass Veränderungen wie z.B. das Auftreten neuer Varianten und Subtypen umgehend erfasst werden. Die WHO gibt einmal jährlich Empfehlungen für die Zusammensetzung des Impfstoffes für die kommende Grippe-Saison heraus.

Wirkverstärker

Wirkverstärker, auch Adjuvanzien genannt, sind Hilfsstoffe in Vakzinen, die die Immunantwort auf ein Antigen verstärken sollen. Als Wirkverstärker werden Aluminiumverbindungen, Öl-in-Wasser-Emulsionen oder Virosomen eingesetzt. Einige Wirkverstärker stehen im Verdacht, vermehrt Nebenwirkungen auszulösen.

Z

Zusatzstoff/e

Zusatzstoffe werden den Impfstoffen bewusst zugesetzt, um den Impfstoff haltbarer (z.B. Thiomersal als Konservierungsmittel) oder wirksamer (Wirkverstärker) zu machen.